Empowerment

Gemeint ist eine Zunahme von Eigenverantwortung, Autonomie und Selbständigkeit. 

Bei Menschen, die von psychischen Beeinträchtigungen oder Erkrankungen betroffen sind, geht es darum, eigene Fähigkeiten zu erwerben oder wieder zu erwerben, um die persönlichen Interessen so selbstständig wie möglich und mit so viel Unterstützung wie nötig vertreten zu können. Notwendig dazu sind:

  • Selbstwirksamkeit zu steigern
  • Gestaltungsspielräume zu erweitern
  • Sich auf die eigenen Ressourcen zu besinnen
  • Eigene Einschränkungen und besonderen Empfindlichkeiten zu akzeptieren

Das Konzept von Empowerment geht auf den US-amerikanischen Psychologen Julian Rappaport zurück und ist sowohl in der Sozialpsychiatrie als auch in der Sozialberatung ein wichtiges Anliegen. Es bedeutet für die Betroffenen das Wiedererlangen der genannten Fähigkeiten und für die professionellen Helferinnen und Helfer die Unterstützung des entsprechenden Prozesses.

Empowerment in unserer Behandlung
Das Empowerment ist eng am Begriff Recovery orientiert. Wir pflegen eine konsequente Patienten- bzw. Betroffenen-Orientierung. Und wir bieten die Unterstützung und Ermöglichung eines von den Betroffenen selbst gesteuerten Recovery-Prozesses. Das bedeutet, Betroffene in ihrem "Empowerment" in jeder Phase der Erkrankung zu stärken und mehr als gewohnt hinzuschauen und hinzuhören, was die Betroffenen wirklich brauchen und wollen.

Beispielsweise die Peerberatungen, die aufsuchende Psychiatriepflege oder die Unterstützung beim Erstellen einer psychiatrischen Patientenverfügungen und die Integration der Haltung in unseren Behandlungsabläufen fördern das Empowerment.