Zweite Corona-Welle – wir tragen Sorge zu unseren Mitarbeitenden

Mitarbeitenden Sorge tragen
Der Arbeitsalltag unter Corona-Schutzmassnahmen hat sich stark verändert. Was können wir als Arbeitgeberin proaktiv tun, um die mentale Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu stärken?

Erschwerend im Arbeitsalltag
Die Corona-Krise und die geforderten Schutzmassnahmen führen im Arbeitsalltag zu einer ganzen Reihe von Einschränkungen und Veränderungen, die sich erschwerend auf Arbeitsabläufe und -prozesse und auf das Wohlbefinden auswirken. So brauchen viele Arbeitsschritte und deren Planung und Vorbereitung einiges mehr an Zeit und auch an Ressourcen. 

Verlauf ist ungewiss
Dazu kommt die Ungewissheit. Wie lange wird diese Krise noch dauern? Wird es weitere Wellen bzw. weitere Lockdowns geben? Was machen diese mit unserer Wirtschaft und unserem sozialen und gesellschaftlichen Leben? Zudem ängstigen sich viel vor einer Ansteckung mit dem Virus und den Folgen für die körperliche und seelische Gesundheit.

Als Arbeitgeberin proaktiv
Die in der ersten Pandemiewelle und im Lockdown gesammelten Erfahrungen bezüglich veränderten Arbeitsabläufen und Belastungen bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind hilfreich. Wir können auf diesen aufbauen. Wir setzen einerseits die aktuellen behördlichen Empfehlungen bezüglich Schutz- und Hygieneregeln uneingeschränkt um und nehmen andererseits auf die gesundheitlichen Anliegen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Rücksicht. Bei Bedarf ordnet das eingesetzte interne Pandemieteam individuelle Massnahmen zur weitergehenden Unterstützung an. Welche Massnahmen im Einzelfall richtig und geboten sind, hängt von der jeweiligen Situation im Betrieb ab, das kann beispielsweise eine Stressintervention auf Abruf durch externe Fachpersonen zur Bewältigung einer Krisensituation mit Bezug zu Corona sein. Bereits im Frühjahr stand dieses Angebot zur Verfügung. 

Eigene Resilienz stärken
Der Begriff leitet sich aus dem lateinischen Wort „resilire“ für zurückspringen oder abprallen ab. Im Zusammenhang mit psychischer Gesundheit meint Resilienz (Widerstandkraft) die Fähigkeit, Krisen durch Rückgriff auf persönliche und soziale Ressourcen zu meistern und als Anlass für Entwicklungen zu nutzen. Diese Fähigkeit gewinnt während der Corona-Krise an Bedeutung.

Autor: Alexander Dort, Leiter Zentralstelle Finanzen und Personal