Therapie von Traumafolgestörungen aus systemischer Perspektive

Traumata belasten das Leben und die Psyche von Betroffenen stark und sind nur schwer zu verarbeiten. In der Systemischen Psychotherapie kommen verschiedene Werkzeuge zum Einsatz, die hilfreich sind.

Trauma 
Erfahrungen von Gewalt, Unfällen oder Naturkatastrophen werden dann traumatisch, wenn sie die eigene Existenz gefährden und tiefe emotionale Wunden hinterlassen. Traumata belasten das Leben und die Psyche von Betroffenen stark und sind nur schwer zu verarbeiten. Sie stellen einen Risikofaktor für die Entwicklung von unterschiedlichen somatischen und psychischen Erkrankungen dar, beispielsweise Depression, Angst und Substanzmissbrauch. 

Folgen für Betroffene
Betroffene und auch Angehörige leiden stark unter den Folgen. Einige entwickeln eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Sie kapseln sich ab, zweifeln an sich selbst und verlieren die Hoffnung. Das Erlebte und die belastenden Erinnerungen kommen immer wieder (Flashbacks, Bedrohungsgefühl) und ein Weg zurück ins gewohnte Leben scheint unmöglich. Das kann Auswirkungen auf die Beziehungsgestaltung, das soziale Zusammenleben und auf viele weitere Lebenskontexte haben.

Es braucht spezielle Therapieverfahren 
Es gibt verschiedene Psychotherapieverfahren, die sich mit der Therapie von Traumafolgestörungen befassen. Eine intensive Konfrontation mit dem Trauma ist nicht unbedingt erforderlich.

Systemische Psychotherapie
Diese ist ein psychotherapeutisches Verfahren, bei dem verschiedene Werkzeuge zum Einsatz kommen wie besondere Fragetechniken (z.B. zirkuläre Fragen), Skalierungen, Refraiming, Externalisieren, Arbeiten mit Aufstellungen und Rollenspielen u.v.m. 

Wir bieten Traumatherapie an
Eine spezielle ambulante Traumatherapie können Betroffene bei uns im Rahmen einer ambulanten Behandlung im Psychiatrie-Zentrum Werdenberg-Sarganserland in Anspruch nehmen. Neben dem systemischen Ansatz kommen dabei auch andere Therapieformen zum Einsatz.

Wir bieten Traumatherapie auch in unserem stationären Klinikbetrieb in Pfäfers an. Dabei erfolgt nach Eintritt eine erweiterte, sorgfältige Analyse und danach die Planung der individuellen Behandlung. Therapieziele werden gemeinsam formuliert und priorisiert. Daraus folgt die Erstellung eines persönlichen Gesamtbehandlungsplanes.

Autor: Dr. med. Christoph Arenz, Oberarzt