Recoverygruppe auf unserer Integrations- und Balancestation

Recoverygruppe Station
In unserer Recoverygruppe bringen Peers wertvolle Denkanstösse ein und regen Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu an, die eigene psychische Gesundheit zu pflegen und zu erhalten.

Zehn Schritte für psychische Gesundheit
Bereits seit vier Jahren vermitteln jeweils zwei Genesungsbegleiter (Peers) jeden Samstagsmorgen in der Recoverygruppe Denkanstösse für den Alltag und regen dazu an, wie die Teilnehmer praktisch in eine Selbstwirksamkeit kommen können und was jeder Einzelne selbst für die Pflege seiner psychischen Gesundheit tun kann. Dabei liegt der Schwerpunkt auf den «10 Schritten für die psychische Gesundheit» des Netzwerks Psychische Gesundheit Schweiz NPG.

Weitere Themen sind beispielsweise Selbstbestimmtheit, Selbstfürsorge, Hoffnung, Sinnfindung, Geduld und Akzeptanz, Abgrenzung, Ressourcen erkennen und aktivieren, Stigmatisierung von psychisch kranken Menschen, Achtsamkeit, sowie der Umgang mit seinen Gedanken und Gefühlen.

Geleitete Schwerpunkte
Diese Themenschwerpunkte werden von den Peers geleitet. Vielfach werden diese Themen in Form von Geschichten oder eigenen Erfahrungsberichten verpackt und vorgestellt. Anhand eines Arbeitsblattes werden dazu dann reflektierende Fragen gestellt und der Bogen zur eigenen Gesundheit und Genesungsweges gespannt. Die Peers laden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Anschluss zur Meinungsäusserung und zum Erfahrungsaustausch ein.

Für die Peers ist vor allem wichtig, dass sie den Teilnehmenden Verständnis auf Erfahrungsebene entgegenbringen und man sich auf Augenhöhe begegnet. Ein Raum für die Meinungs- und Erfahrungsäusserung soll klar erkennbar sein, was die Gruppendynamik der Recoverygruppe fördert. Besonders dieser Austausch wird von vielen Teilnehmenden als wertvoll angesehen.

Sich verstanden fühlen tut gut
Durch das gemeinsame Erarbeiten eines Themas und dem anschliessenden Austausch, fühlen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gegenseitig sowie von den Peers verstanden. Dies führt dazu, dass die Teilnehmer erkennen, dass sie nicht alleine auf dem Genesungsweg sind, und es Anderen ähnlich geht. Dies hilft Vertrauen zu schaffen, die Gruppe zu stärken und sich gegenseitig zu unterstützen.

Rückmeldung eines Teilnehmers der Recoverygruppe:
«Die Recoverygruppe gab mir die Gelegenheit, mit zwei Peers, welche die Depression aus eigener Erfahrung kennen, über die Krankheit auszutauschen. Sie verstanden mich sehr gut und gaben mir Ratschläge, die mir wirklich helfen. Ich habe sehr viel gelernt und mitbekommen auf dem Weg zur Genesung. Auch der Austausch mit den Mitpatienten half mir sehr. Manchmal war es emotional, half mir aber zur Verarbeitung der Krankheit. Die Recoverygruppe half mir sehr viel und ich bin sehr froh, dass ich sie besucht habe.»

Autor: Mirco Deflorin, Peer/Genesungsbegleiter