Kräuter für das psychische Wohlbefinden

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Kräutertisch
Kräuter wirken beruhigend, entspannend und schlaffördernd. Probieren Sie es aus und geniessen Sie die wohltuende Wirkung unseres Einschlaftees!

Was sie können
Kräuter sind Heilpflanzen, die durch ihre Wirkstoffe (Komplexe Vielstoffgemische) zur Gesunderhaltung oder Genesung beitragen können und bei fachgerechter Anwendung keine Nebenwirkungen verursachen. Im Sinne der Selbstfürsorge erachten ich es im Berufsalltag in der Klinik St.Pirminsberg als wichtig, Patientinnen und Patienten für die Einnahme von Kräutern oder natürlichen Arzneien zu sensibilisieren. Zur Anwendung können Kräuter in der Küche eingesetzt werden, als Teemischungen zur Genesung, Genusstee fürs Wohlbefinden oder als Kaltauszüge.

Kräuter werden sparsam eingesetzt, weniger ist oft mehr. Ihr Aroma kommt durch die ätherischen Öle zum Ausdruck. Daher werden einige Kräuter mitgekocht (beispielsweise Rosmarin, Thymian), andere verlieren beim Kochen ihr Aroma und dürfen erst kurz vor dem servieren dazu gegeben werden, wie Basilikum und Schnittlauch. Mit Kräutern wird jede Küche verfeinert und manches Gericht erhält erst durch Zugabe von gewissen Kräutern die absolute Gaumenfreude. Ob im Garten oder auf der Terrasse selbst angebaute oder wild gesammelte Kräuter sind frei von Schadstoffen. Die mit dem Sammeln verbundene Bewegung an der frischen Luft, im Kontakt sein mit der Erde ist ebenso schön, erholsam und gesund wie das anschliessend selbst hergestellte aromatisch duftende Kräutersalz, ohne Zusatz von Geschmacksverstärkern. Selbstgemacht, da ist drin was drauf steht!

Beruhigende Teesorten
Unseren Patientinnen und Patienten empfehlen wir bei Nervosität und Unruhe:

  • Zitronenmelisse, sie beruhigt und entspannt, ist gut für Magen und Darm
  • Kamille, sie beruhigt und entspannt, ist gut bei Entzündungen von Magen und Darm
  • Lavendel, er gleicht aus, beruhigt und entspannt
  • Hopfen, er beruhigt und wirkt schlaffördernd
  • Baldrian, er beruhigt und wirkt schlaffördernd

Die Teesorten können einzeln oder als Mischung verwendet werden. Wobei Baldrian wegen seinem erdigen, eigenartigen Duft selten als Einzeltee eingenommen wird.

Aufbrühen und entspannen - mit unserem Einschlaftee 

  • 50g Zitronenmelissenblätter
  • 20g Kamillenblüten
  • 10g Lavendelblüten
  • 10g Hopfenzapfen
  • 1/2 Esslöffel Baldrian
  • alles miteinander vermischen und in ein dunkles Schraubglas füllen

Vor dem Einschlafen einen Teelöffel der Mischung in einer Tasse mit kochendem Wasser übergiessen, zugedeckt 5 Minuten ziehen lassen, abseihen und geniessen. Die Mischung kann ja nach Geschmacksvorlieben abgeändert werden (beispielsweiswe Baldrian durch einen halben Esslöffel zerstossen Fenchelsamen ersetzten).

Kräuter in der Küche
Kochen ohne Kräuter wäre fad, geschmack- und fantasielos. Sie tragen neben ihren gehaltvollen Vitaminen und Mineralien zu einer gesunden Verdauung bei und durch das Würzen mit schmackhaften Kräutern kann der Salzbedarf reduziert werden. Autorin: Manuela Meinhardt, Aromatherapeutin Klinik St.Pirminsberg.

Kräuterkurse und -wanderungen
Wer einmal angefangen hat, sich mit der Wild -und Küchenkräuter-Welt zu befassen, den lässt sie meistens nicht mehr los. So gesellen sich mehr und mehr Kräuter zum vorhandenen Wissen und das Leben wird geschmacksreicher.

Heilkräuter selbst bestimmen lernen
Schauen wo was wächst und Wild-Kräuter richtig deuten! Wann ist Blütezeit und wann der ideale Erntezeitpunkt? Sich darüber mehr Wissen aneignen und auf den Streifzügen in der Natur selbst Kräuter sammeln, bereitet Freude. Vielleicht schauen Sie bei Ihrem nächsten Spaziergang genauer hin?

Heilkräuter-Fragen?
Unsere Spezialistin Manuela Meinhardt, Aromatherapeutin Klinik St.Pirminsberg und Autorin des Artikels hat bestimmt passende Antworten für Sie.