Guter Schlaf ist von Bedeutung!

Schlafprobleme
Schlaf ist lebenswichtig für Körper und Geist. Der Stoffwechsel und die Abwehrkräfte erholen sich während des Schlafs und das Gehirn verarbeitet die Eindrücke vom Tag. Schlafmangel über längere Zeit kann zu Erkrankungen führen.

Schlafbedarf ist individuell
Ein gesunder Schlaf trägt zur Gesundheit und zum Wohlbefinden bei und hat erheblichen Einfluss darauf, sich gut konzentrieren und reagieren zu können, sich neue Dinge zu merken und Erinnerungen zu bilden. Voraussetzung ist eine gute Schlafqualität, das heißt ein individuell empfundener erholsamer Schlaf, und eine individuell ausreichende Schlafdauer. Die meisten erwachsenen Menschen fühlen sich nach sieben bis acht Stunden Schlaf erholt. Einigen reichen fünf Stunden, andere benötigen über neun Stunden pro Nacht. 

Folgen von Schlafmangel
Schlafprobleme können zu Kopfschmerzen, Unwohlsein, Energiemangel, Konzentrationsstörungen, Nervosität und Ängstlichkeit führen. Wenn der Schlafmangel über mehrere Wochen oder Monate anhält, steigt das Risiko für somatische und psychische Erkrankungen (Infekte, Bluthochdruck, Herz-Rhythmusstörungen, Depressionen). Langanhaltende Schlafbeschwerden können auch zu sozialem Rückzug und Schwierigkeiten bei der Bewältigung des Alltags kommen.

Ein Drittel der Schweizerinnen und Schweizer
Laut den Ergebnissen der Schweizerischen Gesundheitsbefragung 2017 geben 30 Prozent der Befragten an, leichte bis starke Probleme beim Einschlafen oder Durchschlafen zu haben.

Häufige Ursachen 
Schlaflosigkeit und -beschwerden können körperliche und psychische Ursachen haben: 

  • Stress, Überforderung, unregelmässige Arbeitszeiten
  • Atemaussetzer (Schnarchen, Schlafapnoe-Syndrom)
  • Substanzen (Koffein, Alkohol, Medikamente/Schlafmittel, Drogen)
  • Ernährung (Umstellung, Gewichtsveränderungen)
  • Umwelteinflüsse (Lärm, Licht)
  • Erkrankungen (Schilddrüse, hormonelle Störungen, Rheuma)
  • Lebensumstände, Ereignisse (Umzug, Stellenwechsel, Stellenverlust)
  • Chronische Belastungssituationen (Ängste, ungelöste Konflikte, Erfahrungen)

Sich fachliche Unterstützung holen
Warten Sie nicht zu lange, wenn Sie unter anhaltender Schlaflosigkeit und deren Folgen leiden: 

  • Langes Wachliegen bis zum Einschlafen, nächtliches Erwachen, Schlaflosigkeit 
  • Unausgeglichenheit, Müdigkeit, Tagesschläfrigkeit
  • Nachtängste, Albträume
  • Verminderte Leistungsfähigkeit, Fehlleistungen im Alltag und am Arbeitsplatz
  • Beschäftigung mit der Schlaflosigkeit, Sorge darum

Lassen Sie die Symptome und Ursachen medizinisch abklären und nehmen Sie bei Bedarf hilfreiche Behandlung in Anspruch. An unseren fünf Standorten behandeln wir Schlafprobleme, wenn sie als Begleitsymptom beispielsweise bei einer Depression auftreten. Für komplexe Fragestellungen überweisen wir an Spezialisten für das Fachgebiet "Schlafmedizin" zum Beispiel am St.Galler Kantonsspital.

Unsere Tipps für guten Schlaf

  • Gewohnheiten/Rituale pflegen (Abendspaziergang, stets zur gleichen Zeit zu Bett gehen, Lesen, Musik hören, Entspannungstechniken, Kräuterkissen)
  • Fördernde Umgebung schaffen (gutes Raumklima, hochwertige Bettmaterialien, Raum abdunkeln, keine elektronischen Geräte)
  • Ernährung anpassen (abends kleine Malzeiten, kein Alkohol, beruhigender Kräutertee)
  • Auf die eigene Gesundheit achten (sich regelmässig bewegen, Sport, Stress vermeiden)
  • Lernen Sie Ihre Schlafgewohnheiten kennen (Tagebuch zu Einschlaf- und Aufwachzeiten, Aufwachgründe) 

Podcast zur Thematik
Björn Rasch, Schlafforscher und Professor für Kognitive Biopsychologie an der Universität Fribourg spricht im Podcast über den grossen Einfluss von Schlaf auf unsere Gesundheit, wie wir ihn aktiv mit unseren Gedanken beeinflussen können und welche Auswirkungen Schlafmangel auf unseren Körper hat: «Wenn man Leute fragt, die nicht gut schlafen, sagen die, dass sie unglücklich und den ganzen Tag müde sind!»