Gute Gründe in der Pflege zu arbeiten

Unsere Patientinnen und Patienten stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit und wir Pflegenden sind mit dem Herzen dabei.

Grösste Berufsgruppe
Aktuell sind wir im stationären Klinikbetrieb etwas über 150 Pflegende. Die Behandlungsstationen werden dual geführt. Das bedeutet: die Führung obliegt jeweils einem Oberarzt und einer Abteilungsleiterin, bzw, einem Abteilungsleiter gemeinsam. 

Unser Anspruch 
Unsere Patientinnen und Patienten stehen im Mittelpunkt und erhalten die bestmögliche Behandlung und Pflege, die modernen Richtlinien folgt und qualitativ hochstehenden Kriterien genügen muss. Wir leben Recovery im Pflegealltag und stärken gezielt die inneren Ressourcen unserer Patientinnen und Patienten.

Pflegen mit Herz
Die Kontakte und Begegnungen mit unseren Patientinnen und Patienten und ihren Angehörigen gehören zu den schönen Seiten des Pflegeberufes. Wenn man sich für diesen
entscheidet, macht man ihn mit dem Herzen. Er ist geprägt von abwechslungsreichen Tätigkeiten und kein Tag wie der andere. Zu den besonderen Herausforderungen gehören die unregelmässigen Arbeitszeiten und die hohe Belastung. Pflegende müssen ihre Belastungsgrenzen kennen und mitteilen, was geht und was nicht.

Besondere Sympathien
Es kommt vor, dass Patientinnen und Patienten ihre «Lieblingspfleger» haben. Hier spielt die gegenseitige Sympathie eine Rolle, es gibt immer die eine oder andere Person, die man besser mag. Aus pflegerischer Sicht sind die Massnahmen und Arbeiten für alle gleich, bestimmt kann aber eine ausgeprägte Sympathie einen individuellen Gesundungsweg zusätzlich positiv beeinflussen. 

Motivation für den Pflegeberuf
Früher wollte ich nicht in die Pflege. Absolvierte dann aber, weil meine Mutter auch Pflegefachfrau ist, eine Schnupperlehre. Vom ersten Tag an hat mich dieser Beruf dann fasziniert. Ich war begeistert von der Vielfalt der Tätigkeiten, den Kontakten mit den Patienten und davon, etwas «sinnvolles» tun zu können. 

Inzwischen bin ich Leiter Pflege und gehe mit Freude jeden Morgen zur Arbeit. Einerseits weil ich tolle Kolleginnen und Kollegen habe, in einem innovativen, patienten- und mitarbeiterorientierten Betrieb arbeite und andererseits weil jeder Tag neue Herausforderungen mit sich bringt. Mich motiviert auch etwas «bewegen», die psychiatrische Pflege mitgestalten zu können. Dabei geht es nicht nur darum eine Behandlungsstation weiterzuentwickeln, sondern auch für die Pflegestrategie der ganzen Institution Verantwortung zu übernehmen. Darüber hinaus arbeite ich auch in verschiedenen nationalen Gruppen mit und setze mich für den Pflegeberuf ein.

Perspektiven für Pflegende
Bei uns wird nach Abschluss der Ausbildung zusammen mit der Abteilungsleitung ein «Zukunftsgespräch» geführt, in dem gemeinsam die mögliche Laufbahn besprochen wird. Unsere Pflegefachpersonen haben diverse Möglichkeiten in der Fach-, Führungs- oder Bildungslaufbahn und wird dann dementsprechend gefördert. Viele Pflegende üben den Beruf ein Leben lang aus.

Ausgleich ist wichtig
Der Beruf als Leiter Pflege ist nicht der klassische Pflegeberuf wo Themen am Arbeitsplatz bleiben. Um eine gesunde Balance zwischen Arbeit und Freizeit zu halten, empfehle ich Pflegenden, auf einen Ausgleich zu achten. Und es ist wichtig, dass einem das Tagesgeschehen nicht zu lange beschäftigt, nicht zur Belastung wird. Ich selbst gehe regelmässig ins Fitnesstraining, jogge viel, verbringe Zeit mit der Familie und ab und zu spiele ich Golf. 

Beruf der Zukunft
Die Pflege hat Zukunft und ihr Potential scheint mir noch nicht ausgeschöpft. Seit einiger Zeit befassen wir uns mit der Akademisierung der Pflege. Aber auch gezielte Aus- und Weiterbildungsangebote können neue Karrierewege eröffnen und den Mitarbeitenden der Pflege so neue Perspektiven ermöglichen. Allerdings müssen die erworbenen Fähigkeiten auch im Alltag angewendet werden können. Eine sinnvolle neue Aufgabenverteilung zwischen den Gesundheitsberufen ist daher unerlässlich (Skills-Grademix). 

Einem Schulabgänger, der sich für den Pflegeberuf interessiert, würde ich sagen: «Wenn an coola, sinnvolla Job witsch macha, den kum zu üs id Pfleg!»

Carmine Di Nardo, Leiter Pflege und Therapien