Ethik-Foren-Treffen

Ethik-Foren-Treffen
Per­son und Kom­mu­ni­kation: Therapie­be­zie­hung im Praxis­all­tag zwischen Ideal und Wir­klich­keit. Am dies­jäh­rigen Ethik-Foren-Treffen wur­den diese Span­nungs­fel­der an­hand von drei Pro­jek­ten thema­ti­siert.

Die drei Projekte

  • Die Emp­feh­lun­gen «In­te­gri­erte psy­chi­a­trisch-psy­cho­the­ra­peu­tische prä­kon­zep­ti­o­nelle Be­ra­tung von Frauen im ge­bär­fä­higen Alter» und die da­zu­ge­hö­rige Bro­schüre für Patientinnen. Diese wurden als Be­ra­tungs­in­stru­mente für den Um­gang mit dem Kin­der­wunsch von psy­chisch­ kran­ken Frauen in Zusammenarbeit mit den Psy­chi­a­trie­ver­bun­den des Kantons St.Gal­len entwickelt.
  • Die in Zu­sam­men­ar­beit mit der FMH ent­stan­de­nen «Qua­li­täts­kri­te­rien für die Ent­wick­lung von Pa­ti­en­ten­in­for­ma­ti­ons­ma­te­ria­lien».
  • Das Kom­mu­ni­ka­tions­kon­zept des Ethik-Fo­rums am Kan­tons­spi­tal Aarau.

Fokus
Der Auto­nomie­an­spruch von Pa­ti­en­tin­nen und Pa­ti­en­ten wird heute zu­sam­men mit dem "Sha­red-De­ci­sion-Ma­king-Mo­dell", bei wel­chem sich die Pa­ti­en­tin, der Patient und die Thera­peu­tin, der Therapeut auf Augen­höhe be­geg­nen, als selbst­ver­ständ­lich er­ach­tet. Was ethisch plau­si­bel und recht­lich ab­ge­stützt er­scheint, stellt in der kon­kre­ten The­ra­pie­be­zie­hung im Praxis­all­tag im­mer wieder eine grosse He­raus­for­der­ung dar.

Sha­red-De­ci­sion-Ma­king-Mo­dell
Ein Modell der Entscheidungsfindung im klinischen Kontext, gemäss dem Ärztin/Arzt und Patientin/Patient aktiv Informationen austauschen, verschiedene Behandlungsoptionen abwägen und partnerschaftlich eine Entscheidung fällen. Entscheidend für das Gelingen von SDM ist, dass die Ärztin bzw. der Arzt während der gesamten Konsultation eine Atmosphäre schafft, in welcher sich Patientinnen und Patienten frei äussern können.