Delir – akute Verwirrtheit bei Menschen in Alters- und Pflegeheimen

Fortbildung Alterspsychiatrie
Ein Delir entwickelt sich plötzlich. Es zu erkennen ist eine Herausforderung, denn im Hintergrund können sowohl körperliche als auch psychische Ursachen stehen.

Aus der Spur geraten
Alte Menschen, die ein Delir erleiden, sind massiv beeinträchtigt in ihrer Aufmerksamkeit, Orientierung, Wahrnehmung, Sprache und Kommunikation. In ihrem Verwirrtheitszustand erkennen sie ihre Umgebung oder bekannte bzw. nahestehende Personen nicht mehr und verhalten sich entsprechend auffällig.

Risikofaktoren und Auslöser
Ein Delir entwickelt sich plötzlich. Es zu erkennen ist eine Herausforderung, denn im Hintergrund können verschiedene Risikofaktoren und Auslöser stehen wie: Alter ab 65, Komorbidität, Depression, Stress, Medikamente, medizinische Eingriffe, Schmerzen, Veränderungen in der Umgebung. Die Dauer und der Schweregrad eines Delirs sind sehr unterschiedlich.

Diagnose entscheidend
Beim Delir ist eine korrekte Diagnosestellung und Behandlung ausserordentlich wichtig, weil damit schwerwiegenden Folgen (wie Langzeitpflege und Hospitalisationen) verringert oder vermieden werden können.

Für Pflegende und Angehörige eine Herausforderung
Für die Pflegenden in Alters- und Pflegeheimen und insbesondere auch für die Angehörigen ist die Situation mit einer an Delir erkrankten Person sehr belastend. Sowohl Pflegefachpersonen als auch Angehörige können ihre Sensibilität und Kompetenz stärken, indem sie sich gezielt mit der Thematik auseinandersetzen und so den Betroffenen die nötige Hilfe und Unterstützung zukommen lassen können.