Coronajahr – Auswirkungen auf Pflegefachpersonen

Coronajahr - Auswirkungen Pflegefachleute
Auch bei uns in der Klinik St.Pirminsberg sind bei den Pflegefachpersonen gegen Ende des Jahres tendenziell mehr Unsicherheiten und Ängste vorhanden.

Dies aufgrund der Pflege von Patientinnen und Patienten mit Verdacht oder bestätigtem Covid-19. Erschwerend kommen einige krankheitsbedingte Ausfälle durch die saisonale Grippe hinzu. Die Situation ist vor Jahresende recht angespannt, da wir diese Ausfälle innerhalb der Pflege selbst kompensieren müssen. Man spürt auch eine gewisse Müdigkeit, da wir schon seit bald einem Jahr mit dieser belastenden Situation konfrontiert sind. 

Erfreulich und motivierend zugleich ist die Tatsache, dass wir auf hervorragende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zählen dürfen, die auch jetzt gegen Ende des Jahres Ausserordentliches leisten. Ihnen gilt unser aufrichtiger Dank!

Umgang der Pflegenden mit der Pandemie
Jede Pflegefachperson weiss, was für sie gut ist, um langfristig gesund und leistungsfähig zu bleiben. Dabei ist ein guter Ausgleich zum beruflichen Alltag wichtig. Und grundsätzlich hat jeder bzw. jede etwas, was er oder sie für den eigenen Ausgleich tun kann. Seien es Aktivitäten an der frischen Luft, zuhause gutes Essen kochen und vieles mehr.

Auch das Team ist eine grosse Unterstützung: Man verbringt täglich viel Zeit bei der Arbeit, tauscht sich aus und man kann auch mal über andere Themen als Corona sprechen. Einen wertvollen Beitrag leisten hier unsere Abteilungsleitungen, die alles Mögliche unternehmen, um den Alltag auf der Station bestmöglich zu meistern. Sie sind auch da, wenn Sorgen oder Ängste zur Belastung werden.

Optimale Behandlungsqualität 
Trotz Corona-Bedingungen und personellen Engpässen ist es uns gelungen, im 2020 stets eine optimale und qualitativ hochstehende Behandlung zu erbringen. Rückblickend war dies eine grosse Herausforderung. Aber gemeinsam haben wir diese gemeistert, indem wir genügend Ressourcen bereitstellen konnten und auf die hohe Flexibilität und Bereitschaft unserer Mitarbeitenden in der Pflege zählen durften. 

Stress und Burnout vorbeugen
Nebst der Bereitstellung von ausreichend Schutzmaterial, dem Einsatz von genügend und gutem Personal zur Erfüllung des Auftrages, gilt es auch, entsprechende Ermüdungs-anzeichen bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wahrzunehmen. Geregelte Freizeit und Erholung für sie ist wichtig, damit sie auch künftig gestärkt zur Arbeit kommen können.

Autor: Carmine Di Nardo, Leiter Pflegedienst und Therapien Klinik St.Pirminsberg