Corona – Impfen lassen trotz Angst vor Nadeln!

Impfen trotz Angst
Angst vor Nadeln und Spritzen führt dazu, dass Menschen eine Corona-Impfung vermeiden, obwohl sie sich gerne impfen lassen würden. In dieser Situation bieten wir Betroffenen Unterstützung an.

Die Angst vor Nadeln und Spritzen ist recht verbreitet. Sie trifft bei Erwachsenen vor allem junge Männer. Diese neigen auch eher zu kardiovaskulären Synkopen beim Spritzen. Sie werden blass, erleiden einen Kreislaufkollaps und eine kurze Ohnmacht. Bei älteren Erwachsenen nimmt die Häufigkeit der Angst deutlich ab.

Teufelskreis durchbrechen
Wenn man Angst hat, vermeidet man. Dann wird die Angst noch grösser und man vermeidet noch mehr. Es gilt, diesen Teufelskreis zu durchbrechen, in dem man sich den furchteinflössenden Situationen stellt, die Angst aushält und merkt, dass sie auch wieder weggeht und nichts passiert.

Angst überwinden
Meine Empfehlung: Erstellen Sie mit einer Therapeutin oder einem Therapeuten Ihres Vertrauens ein Stufenprogramm und arbeiten Sie es mit ihr bzw. ihm durch, beispielsweise:

  • Stufe 1: Bilder von Nadeln bzw. Spritzen
  • Stufe 2: Video von einem Impfvorgang
  • Stufe 3: Echte Nadeln und Spritzen
  • Stufe 4: Hausarztbesuch mit Bezugsperson und Impfung

Das klappt in der Regel gut. Betroffene gewöhnen sich langsam an Spritzen und üben sich darin, diese nicht mehr mit Gefahr in Verbindung zu bringen.

Unsere Unterstützung in Anspruch nehmen
Die meisten unserer Therapeutinnen und Therapeuten an unseren fünf Standorten machen dieses Stufenprogramm. Nehmen Sie deren Unterstützung in Anspruch und lassen Sie sich am Ende impfen.

Autorin: Dr. med. univ. Angela Brucher, Chefärztin