Bessere Betreuung und Behandlung von Menschen am Lebensende

Schwemmholzkugel 3
Die professionelle und respektvolle Begleitung von Menschen in der letzten Lebensphase ist eine grosse Herausforderung für das behandelnde Team und für die Angehörigen. Palliative Care soll weiter gefördert und verbessert werden, dazu schlägt der Bundesrat in seinem aktuellen Bericht Massnahmen vor.

Lebensende in der Schweiz
Die steigende Lebenserwartung und die Fortschritte der Medizin verschieben das Sterben ins hohe Alter. Die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung wünscht sich zuhause zu sterben, aber die meisten sterben heute im Spital oder im Pflegeheim. 

Im Nationalen Forschungsprogramm "Lebensende" (NFP 67) untersuchten 33 Forscherteams aus unterschiedlichen disziplinären Perspektiven Aspekte des Lebensendes in der Schweiz. Die Forschungsphase dauerte von 2012 bis 2017, das Forschungsprogramm schloss Ende Februar 2019 ab. Die Ergebnisse beinhalten Handlungs- und Orientierungswissen für den Bereich der letzten Lebensphase und wurden publiziert.

Bericht des Bundesrates
Der Bundesrat hat im 2020 den Bericht «Bessere Betreuung und Behandlung von Menschen am Lebensende» verabschiedet. Er schlägt eine Reihe von Massnahmen vor, um Palliative Care weiter zu fördern. Diese zielen darauf ab, die Betreuung und Behandlung von Menschen am Lebensende weiter zu verbessern. Der Zugang zu den Angeboten der Palliative Care soll für alle Menschen in der Schweiz möglich sein, unabhängig von Diagnose oder Wohnort. Zudem sollen Fachpersonen die Patientinnen und Patienten und ihre Angehörigen dazu befähigen, selbstbestimmte und wohlinformierte Entscheidungen zu fällen.

Autoren: Dr.med.univ. Angela Brucher, Chefärztin und Dr.med. Younis Rawanduzy, Leitender Arzt