Befragung - wertvolle Feedbacks von Angehörigen

Angehörige 2
Im Rahmen unserer Befragung haben sich 30 Angehörige Zeit für das Ausfüllen des Fragebogens genommen und uns wertvolle Hinweise für Verbesserungen zukommen lassen. Herzlichen Dank!

Einbezug erwünscht
Wenn ein Familienmitglied an einer psychischen Erkrankung leidet, sind die Angehörigen häufig verunsichert und es drängen sich Fragen zum Krankheitsbild und dem Umgang mit den Belastungen der Krankheit auf. Sich im Rahmen einer Behandlung auch integriert und aufgehoben zu fühlen, ist ein zentrales Anliegen von Angehörigen. 

Papierfragebogen
Zwischen Juli 2020 und Mai 2021 befragten wir die Angehörigen unserer stationär behandelten Patientinnen und Patienten bezüglich Zusammenarbeit mit uns. Wir wollten erfahren, wie sie sich informiert, beraten und begleitet fühlten, wie aus der Perspektive der Angehörigen die Nachbetreuung organisiert war und ob das Agieren unserer fachlichen Mitarbeitenden an ihren Bedürfnissen ausgerichtet war. 

Positive Wahrnehmung
Die Analyse und Auswertung der Feedbacks erfolgte durch eine neutrale externe Institution. Die Ergebnisse zeigen grundsätzlich eine hohe Zufriedenheit der Angehörigen auf, insbesondere in Bezug auf:

  • Sich willkommen und ernst genommen fühlen, freundlicher und respektvoller Umgang
  • Erhaltene Informationen und Erklärungen (waren verständlich)
  • Weiterempfehlung unserer Klinik

Verbesserungspotential
Wir stellen mit Blick auf die Ergebnisse jedoch auch fest, dass Optimierungsbedarf in den folgenden Punkten besteht:

  • Corona-Besuchseinschränkungen (unangenehm bzw. unangemessen empfunden)
  • Einbezug in die Behandlung, insbesondere im Rahmen der Austrittsplanung
  • Umgang mit fehlenden Schweigepflichtentbindungen und dem Bedürfnis von Angehörigen, trotzdem Informationen zu erhalten
  • Begleitung der Angehörigen auch nach Abschluss der stationären Behandlung  

Umsetzung
Die Hinweise zur Verbesserung sehen wir als Chance, unsere Begleitung und Beratung für die Angehörigen noch konsequenter an deren Bedürfnissen auszurichten. Sie wurden bereits der Umsetzung zugeführt.

Autor: Marco Sprenger, Leiter Zentralstelle Qualität und Risiko